Evangelienkommentar 4. Fastensonntag (Joh 3, 14–21)

(rb–14.3.2021) Der Kommentar zum heutigen Evangelium kommt von Ruben Weyringer, Pastoralassistent im Pfarrverband Bramberg, Neukirchen, Wald und Krimml.

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Wie würde es klingen, wenn wir die vergangenen Jahre in der Sprache der Bibel beschreiben würden? „In jenen Tagen begingen die Menschen des 21. Jahrhunderts viel Untreue… Immer wieder hatte der Herr sie gewarnt, denn er hatte Mitleid mit ihnen, doch sie verachteten sein Wort. Es kam zur Wirtschaftskrise, Flüchtlings-krise, Coronakrise, Glaubenskrise, die ganze Schöpfung stöhnte…“ Es würde sich nahtlos einreihen in die Lesung aus dem Buch der Chronik. Die Folgen des toxischen Verhaltens führte damals zur Katastrophe der Zerstörung des Tempels und der Verbannung. Mit den Folgen unseres giftigen Verhaltens leben wir täglich. Allzu oft hinterlassen wir verbrannte Erde. Sichtbar in der Welt und geistig.

Doch „das Land bekommt seine Sabbate ersetzt“ (2 Chr 36,21). Das Buch Levitikus erklärt diesen geheimnisvollen Satz: „Während der ganzen Zeit der Verwüstung hat das Land Sabbatruhe, die es an euren Sabbaten nicht hatte” (Lev 26,35).

Der Sabbat steht für den Respekt vor Gott, seiner Schöpfung und seinem Gesetz. Er zeigt uns, dass wir weder die Herren der Welt noch Sklaven oder Produkt der Mächtigen und Konzerne sind.

Die ganze Schöpfung hat vor Gott Rechte und auch wir sind „seine Geschöpfe, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun“ (Eph 2,10). Wo wir diese Rech-te der Schöpfung missachten, stellt Gott sie wieder her. Doch wie? Fährt er drein mit Feuer und Schwert? Nein! Es ist die Hin-gabe, die Rettung bringt. Doch Gott opfert nicht einen anderen, so wie Menschen es gerne tun für die gute Sache (die auf wun-derbare Weise so oft mit den eigenen Wünschen übereinstimmt).

Er selbst gibt sich hin: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,16). Wir schaffen diese Selbst-Hingabe „nicht aus eigener Kraft“ (Eph 2,8). Aber wir können mit dem Sohn Gottes verbunden bleiben, in dem wir an ihn glauben, in dem wir ihn lieben, nicht die Fins- ternis. Selbst sind wir vielleicht zu schwach dazu, doch durch Glauben und Vertrauen können wir Teil der Hingabe des Sohnes Gottes werden. So können wir mithelfen, dass „die Welt durch ihn gerettet wird“.

Dieser Text ist im Rupertusblatt (Nr. 10/2021) erschienen. >>> Hier können Sie unsere Wochenzeitung abonnieren.

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