Evangelienkommentar 3. Sonntag der Osterzeit (Lk 24, 35–48)

(rb–18.4.2021) Der Kommentar zum heutigen Evangelium kommt von Monika Freisinger, Pfarrassistentin in Langkampfen.

Die Begegnung mit Jesus ermutigt

In den Evangelien, die wir in der Zeit nach Ostern Sonntag für Sonntag hören, spiegelt sich die Gemütslage der Jüngerinnen und Jünger wider. Die Erfahrungen am Ostermorgen und Begegnung mit Jesus nach seiner Auferstehung sind für sie immer noch schwer zu begreifen. Sie sitzen zum wiederholten Male hinter verschlossenen Türen zusammen, diskutieren über Vergangenes und berichten sich gegenseitig von den Erlebnissen mit dem auferstandenen Jesus.

Was keiner erwartet: Plötzlich steht Jesus mitten unter ihnen. Anstatt in ein Halleluja auszubrechen ist die erste Reaktion wieder einmal: „Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie glaub-ten einen Geist zu sehen.“ Für mich eigentlich schwer zu verstehen. Da sind sie jahrelang miteinander unterwegs, Jesus erklärt ihnen ständig was mit ihm geschehen wird, sie erleben vieles gemeinsam, dennoch ist alles vergessen und keiner erinnert sich mehr daran?

Ich denke an meine Schulzeit zurück. Immer wieder wurden uns in Mathematik und Physik Formeln und Zeichen vermittelt. Und kaum aus der Schule raus, alles weg und verdrängt. In der nächsten Stunde genügte schon der Anblick des Lehrers, um uns in Angst und Schrecken zu versetzen – alles war vergessen, kaum eine Erinnerung mehr, als hätten wir sie noch nie gehört. Unsere Gesichter dürften den Gesichtern der Apostel ähnlich gewesen sein. Nur die Antwort der Lehrer war sehr anders im Unterschied zu jener von Jesus: „DER FRIEDE SEI MIT EUCH“.

Diese Zusage bringt Beruhigung in die Aufregung der Jünger und sie beginnen zu begreifen, dass ihre Zweifel nicht gerecht-fertigt sind.

Sie haben sich von der Angst treiben lassen. Die Angst hat ihre Gedanken und ihre Herzen verdunkelt. Und nun hilft ihnen die ermutigende Begegnung mit Jesus: „Was seid ihr immer noch so verzweifelt und verängstigt. Ich bin es doch. Schaut her, schaut euch meine Hände, meine Füße, mein Herz an, fasst mich an, damit das Unbegreifliche für euch begreiflich wird. Ich bin es, Jesus Christus, der Sohn Gottes. Ich bin nicht einer, der Angst, Zweifel und Furcht verbreiten will, sondern ich bin Jesus Christus. Ich bin der, der Glaube, Hoffnung und Liebe im Auftrag Gottes begreifbar machen will für euch alle.“

Dieser Text ist im Rupertusblatt (Nr. 15/2021) erschienen. >>> Hier können Sie unsere Wochenzeitung abonnieren.

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