Lockdown: Gottesdienste können nur im kleinsten Kreis gefeiert werden

Die Kirchen bleiben für das persönliche Gebet geöffnet

14.11.2020

WIEN/SALZBURG (kap-eds) / Am Samstagnachmittag hat Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz einen verschärften und bis 6. Dezember zeitlich befristeten Lockdown vor allem für die Schulen und den Handel, aber auch mit Einschränkungen für das religiöse Leben angekündigt. Im Vorfeld hatte es dazu ein direktes Gespräch des Bundeskanzlers mit dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz Erzbischof Franz Lackner gegeben. Anschließend hat sich die Bischofskonferenz über die weitere Vorgangsweise abgesprochen. Bereits jetzt steht fest: Ähnlich wie beim Lockdown im Frühjahr werden die Kirchen für das persönliche Gebet offen bleiben. Gottesdienste können nur im kleinsten Kreis stellvertretend für die Gemeinde gefeiert werden. Damit ist gesichert, dass die Eucharistiefeier stattfindet und Gläubige über die Medien mitfeiern können. Darüber hinaus ist auch im Lockdown die seelsorgliche Begleitung von Kranken und Sterbenden weiterhin möglich. „Der Glaube gibt Halt und Kraft im Alltag genau so wie im Lockdown. Christliche Nächstenliebe muss sich jetzt im rücksichtsvollen Schutz der Mitmenschen, in Eigenverantwortung sowie in aufmerksamer Nähe und Hilfe für Bedürftige bewähren“, hielt Erzbischof Lackner fest.

Die näheren Details werden derzeit erarbeitet und so schnell wie möglich veröffentlicht.

Für die nächsten Tage bis zum Inkrafttreten der neuen kirchlichen Vorgaben gelten die aktuellen kirchlichen Schutzmaßnahmen. Demnach ist bei Gottesdiensten in Kirchen und unter freiem Himmel ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Darüber hinaus sind jene weitere Schutzmaßnahmen zu beachten, die in der aktuellen Rahmenordnung der Bischofskonferenz (3. November) detailliert ausgeführt sind.

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