Firmung

Die Firmung ist der letzte Schritt zur Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Sie soll Kraft spenden, um im christlichen Glauben zu leben und diesen zu verbreiten.

Die Bedeutung des Sakraments: Warum sollte man sich firmen lassen?

Gefirmte sind im Besonderen Gesandte Gottes und seiner Kirche. Das Wort „Firmung“ leitet sich aus dem lateinischen „firmare“ ab, was so viel bedeutet wie „bestärken“. Dem Gefirmten wird die besondere Kraft des Heiligen Geistes zugesagt. Als Gefirmter ist man aufgerufen „geistvoll“ zu leben, zu handeln und zu gestalten. Das Sakrament kann und soll also in den Alltag, den Beruf und in viele andere Lebensbereiche ausstrahlen.

Vergleicht man die Firmung mit der Taufe, heißt das: Bei der Taufe entscheiden die Eltern, dass man im christlichen Glauben lebt. Bei der Firmung sind die Firmlinge im Gegensatz zur Taufe nun alt genug, um selbst zu entscheiden, ob sie diesen letzten Schritt in die kirchliche Gemeinschaft wagen.

Durch das Sakrament der Firmung werden die Getauften vollkommen der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet; der Gefirmte ist als wahrer Zeuge Christi in Wort und Tat bereit, den Glauben zu verbreiten und zu verteidigen.Lumen Gentium 11

Firmspender sind die Bischöfe, aber auch die Äbte der Stifte, General- und Bischofsvikare. Gespendet wird die Firmung durch die Salbung mit Chrisam auf der Stirn unter Auflegen der Hand und durch die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Vorbereitung: Welche Voraussetzungen braucht es für die Firmung?

Um gefirmt zu werden, muss man sich anmelden und an Firmvorbereitungen teilnehmen. Anmelden kann sich der Firmling in der Pfarrgemeinde, in der er aktuell wohnt. Dort findet üblicherweise auch die Firmvorbereitung statt.

 

 

Die Firmvorbereitung dauert je nach Pfarrgemeinde unterschiedlich lang und wird verschieden gestaltet. Grundsätzlich befasst sie sich aber mit den wichtigsten Fragen, die man sich als Firmling stellen sollte. Nach der Firmungvorbereitung bekommt man eine Firmkarte ausgestellt, die Voraussetzung für die Firmung ist.

Eine wichtige Rolle bei der Firmung spielt auch die Firmpatin bzw. der Firmpate. Es ist zwar nicht verpflichtend, jemanden als Patin bzw. Paten zu haben, aber es ist eine große Stütze. Die Firmpatin bzw. der Firmpate übernimmt die Aufgabe, den Firmling in der kirchlichen Gemeinschaft sowie im christlichen Leben zu unterstützen. Die Firmpatin bzw. den Firmpaten kann man sich aussuchen, jedoch muss die Person selbst gefirmt und aktives Mitglied der Kirche sein. Außerdem ist ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben.

Hintergründe: Wie ist die Firmung entstanden?

Die Firmung ist eng verbunden mit dem Pfingstfest. Denn dieses Sakrament hat seine Wurzeln genauso wie Pfingsten in der Apostelgeschichte mit der Herabkunft des Heiligen Geistes.

Die Firmung ist mit der Taufe und der Erstkommunion das letzte der drei Initiationssakramente. Mit diesen Sakramenten wird man in die Kirchengemeinschaft eingeführt, worauf der Name (lat. initiare = einführen, einweihen) bereits schließen lässt. Der Empfang der Firmung ist zur Bestätigung und Vollendung der Taufgnade notwendig (Katechismus der katholischen Kirche 1285).

Früher wurden alle drei Sakramente gleichzeitig in der Osternacht gespendet. Dies war aber nur Erwachsenen vorbehalten. Da später die Kindertaufen immer gebräuchlicher wurden, teilten sich die Sakramente auf. So ist die Firmung, wie wir sie heute kennen, entstanden.